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Letzte Rezensionen

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Dienstag, 4. März 2025

Der große Riss ~ Buchbesprechung, Wissenswertes zum Panamakanal & meine Erlebnisse

Der große Riss || Christina Henríquez || übersetzt aus dem Amerikanischen von Maximilian Murmann || Hanser Verlag || Roman || HC || 416 Seiten || 1/1

Als um 1900 ein Kanal gebaut wird, der Atlantik und Pazifik verbindet, treffen in Panama die unterschiedlichsten Menschen aufeinander: Arbeiter aus der Karibik, amerikanische Journalisten, aber auch Malaria-Ärzte und Wahrsagerinnen. Viele sehnen sich nach einem neuen Leben. So auch Ada und der Fischerssohn Omar, die sich ineinander verlieben. Doch wie nah beieinander stehen Fortschritt und Ausbeutung? Und welche Rolle spielen Frauen bei dieser Unternehmung? Ein tiefer Riss geht durch die Gesellschaft, die getrennt ist durch Geschlecht, Hautfarbe und Status. Henríquezʼ gefeierter Roman behandelt Fragen, die aktueller denn je sind, und erzählt aus der Perspektive von Frauen von Menschen, die im Getriebe der Geschichte kaum wahrgenommen wurden.


Schon lange habe ich euch einen Post über den Panama-Kanal versprochen; nach der Lektüre dieses Buches ist es nun endlich soweit - doch zunächst ein paar Worte zum Roman.

Sonntag, 23. Februar 2025

{Faktencheck} Über die See ~ Mariette Navarro

Über die See || Mariette Navarro || übersetzt aus dem Französischen von Sophie Beese || Kunstmann Verlag || Roman || HC || 160 Seiten || 1/1

Auf einer Fahrt in die Tropen, kurz hinter den Azoren richtet die Besatzung eines Containerschiffs eine ungewöhnliche Bitte an die Kapitänin: Sie möchten hier, auf dem offenen Meer, schwimmen gehen. Das hat es noch nie gegeben. Zu ihrer eigenen Überraschung lässt die Kapitänin es zu. Sie bleibt allein auf dem Schiff, mit all den Zweifeln, ob sie das Richtige entschieden hat. Werden die Männer zurückkommen? Das Schiff wird immer langsamer, ein mysteriöser Nebel kommt auf. Wieso kann die Kapitänin auf einmal das Herz des Schiffes schlagen hören? Und warum drängt sich ausgerechnet jetzt ihr Vater in die Erinnerung, der einst selbst zur See fuhr und seit einer Überfahrt kein Wort mehr sprach?


Es ist endlich so weit! Vor Monaten schon habe ich euch diesen Faktencheck versprochen und hier ist er nun 🎉 Denn während mir der lyrisch Schreibstil meist too much war, fand Recherche eindeutig zu wenig statt...

Dienstag, 29. Oktober 2024

Top oder Flop ~ Von Schiffen und Schmerz


Ahoi! Herbstzeit ist Lesezeit! Und so habe ich heute mal wieder eine bunte (Buch-)Mischung für euch - drei von vier Titel entführen tatsächlich auf Schiffe, sind inhaltlich und in Zielgruppe aber komplett verschieden. Das letzte Buch ist ein feministisches Sachbuch; aber lest selbst 😉

Dienstag, 27. Februar 2024

{Rezension} Der Leuchtturm ~ Jean-Pierre Abraham

Der Leuchtturm || Jean-Pierre Abraham || Jung und Jung Verlag || Erzählung || 
eBook || 192 Seiten || 1/1

Ar-Men, der Leuchtturm, von dem hier erzählt wird, ist eine Legende: viele Kilometer vor der bretonischen Küste, so weit wie kein anderer, steht er einsam und stolz in den Fluten des Atlantiks, auf einem schmalen Felsen, der nur bei Ebbe aus dem Wasser ragt. Und auch dieses Buch und sein Autor sind legendär: 1959 heuert der Schriftsteller Jean-Pierre Abraham auf Ar-Men als Wärter an und bleibt mit wenigen Unterbrechungen bis 1962 auf seinem Posten in der »Hölle der Höllen«, wie der Leuchtturm unter Seeleuten genannt wird. Die Aufzeichnungen, die er dabei niederschreibt, erscheinen 1967 als Buch, das Buch macht ihn berühmt. In präzisen poetischen Bildern und kurzen, dichten Sätzen beschreibt es den Alltag unter Extrembedingungen, das Entzünden und Löschen des Feuers, das Warten der Maschinen, das Streichen der Wände, die kleinsten Verrichtungen, die nötig sind, um den Turm gegen das Wüten des Meeres zu verteidigen. Es erzählt aber auch von der Einsamkeit inmitten der großen Leere, den Abenteuern der Selbsterforschung, den inneren Abgründen wie der Schönheit des Augenblicks. Es zeigt den Menschen im Ringen mit sich und der Natur, im Tosen und Toben der Elemente und im Erschrecken über die Stille, wenn der Sturm sich legt.


Wer mich und meinen Blog kennt, weiß: Leuchttürmen bin ich verfallen und der festen Überzeugung, die geborene Leuchtturmwärterin zu sein. Leider im falschen Jahrhundert geboren. Dementsprechend konnte ich dieser Neuauflage von Jean-Pierre Abrahams Aufzeichnungen seiner Zeit im bretonischen Leuchtturm Ar-Men natürlich nicht widerstehen!

Dienstag, 14. Februar 2023

{Rezension} Die Kunst, unter Wasser zu leben ~ Olli Jalonen

Die Kunst, unter Wasser zu leben || Olli Jalonen || mare Verlag || Roman || HC || 528 Seiten || 2/2

London, 1688: Der von St. Helena stammende Angus steht in den Diensten des Universalgelehrten Edmond Halley. Dessen aktuelles Interesse gilt dem Leben unter Wasser, und Angus ist der Erste, der mit einer Tauchglocke in der Themse tauchen darf. Angus genießt nicht nur als Forschungsgehilfe Halleys Vertrauen, sondern fühlt sich sogar als Teil der Familie Halley, wenn auch nur fast. Wegen seiner einfachen Herkunft ist ihm der Schulbesuch verwehrt, und er fragt sich zunehmend, wie er sich von Halley emanzipieren kann – und wie es seiner Familie auf St. Helena geht. Seine Zuneigung zum Dienstmädchen Henrietta mündet in einen tragischen Vorfall, und Halley scheint ihn immer wieder zu vertrösten, wenn es um seine Zukunftsaussichten geht. Doch dann erhält Angus bei einer großen Schiffsexpedition zur Bestimmung der Längengrade die Chance, endlich aus dem Schatten seines Meisters zu treten.


Fast zwei Jahre ist es nun schon her, dass ich Angus kennengelernt und mit ihm St. Helena verlassen habe - mit einer Rückkehr zu ihm, Edmond Halley und der südatlantischen Insel hatte ich nicht gerechnet. Obwohl damals von der Geschichte enttäuscht, machte mich der Klappentext dieser Fortsetzung doch wieder neugierig...

Freitag, 10. Februar 2023

14.000 Meilen auf dem Meer ~ Logbuch einer Reise


Ahoi! Ein paar Tage bin ich ja schon wieder an Land - da dachte ich mir, dass es Zeit wird, euch von meiner letzten Fahrt zu erzählen. Denn es waren einige Highlights dabei...

Mittwoch, 7. April 2021

{Rezension} Die Himmelskugel ~ Olli Jalonen

Die Himmelskugel || Olli Jalonen || mare || Roman || HC || 544 Seiten || 1/2

1679. Mitten im Atlantik, auf der Insel St. Helena, träumt der achtjährige Angus einen großen Traum: Er will in die Fußstapfen des Sternenforschers Edmond Halley treten und dessen Gehilfe im fernen London werden. Angus übt für seine Laufbahn als Wissenschaftler, indem er tagsüber Vögel zählt und nachts die Position der Sterne markiert, wie Halley es ihm bei seinem Besuch auf der Insel beigebracht hat. Als es unter dem tyrannischen Gouverneur zu Unruhen kommt, rückt die Erfüllung von Angus’ Traum unverhofft näher: Mit einem geheimen Brief wird er als blinder Passagier an Bord eines Schiffes geschickt, um in England die Hilfe des geschätzten Herrn Halley zu erbitten…

Ein außergewöhnlicher Roman über die Anfänge der Aufklärung und die berührende Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und einem großen Universalgelehrten.


Lange habe ich nach den "richtigen" Worten für dieses Buch gesucht. Denn so schwer es manchmal sein mag, Begeisterung in Worte zu kleiden: Noch kniffliger ist es häufig, Enttäuschung angemessen und konstruktiv auszudrücken.

Montag, 13. April 2020

Came with nothing, leave with everything ~ ein Jahr später, oder was sich verändert hat

 #oc1819 OceanCollege Pelican of London Atlantik Reise Meerweh

Ahoi! In den letzten Tagen habe ich viel in Erinnerungen geschwelgt, gelacht und geweint - heute vor genau endete in Brest meine sechsmonatige Reise. Uns allen, Teilnehmenden wie Hierbleibenden war klar, dass eine solche Zeit, auf engstem Raum, auf See und in so vielen verschiedenen Ländern, uns alle verändern würde. Wie sehr, konnte doch niemand erahnen...

Sonntag, 25. August 2019

6 Monate auf See ~ Der große Reisebericht

OceanCollege Pelican of London Reisebericht Adventure Under Sail Landgang Wortwelten Reise travel the world explore Weltenbummler Globetrotter

Ahoi! Lange, lange schon habe ich euch den Bericht zu meiner großen Reise versprochen... Nun ist es endlich so weit! *fanfaren*

Zum Projekt OceanCollege hatte ich euch ja hier schon berichtet, aber nochmal in der Kurzfassung: Das ist quasi ein Auslandshalbjahr für 14-18jährige; 6 Monate an Bord, Unterricht und Segelnlernen. Ich bin als Mentorin, also Schnittstelle zwischen Schülern und Lehrern, mitgefahren. Das hat bedeutet, dass ich in den Wachen eine leitende Rolle übernommen, den Spanischunterricht gegeben und in Costa Rica ein Handelsspiel entworfen und moderiert habe.

Allgemein ist der Bordalltag so aufgebaut, dass Schüler 4 Stunden Wache und 4 Stunden Schule am Tag (außer an Sonntagen) und Mentoren 8 Stunden Wache haben. Die Wache wurden alle zwei Monate gewechselt und auch Morgen- und Abendschicht. Red watch mit dem Kapitän war von 8-12.30 Uhr bzw. 20 bis 24 Uhr, white mit der zweiten Offizierin von 12.30-16 Uhr und 00-04 Uhr, und blue dann von 16-20 Uhr und 04-08 Uhr. Letztere Wache war übrigens meine liebste - anfangs noch ruhig und Sternenhimmel, dann Frühstück und Sonnenaufgang und danach nochmal schlafen bis um 11 Uhr; da hatten wir dann seamanship. Dort haben wir alles Mögliche über das Segeln gelernt, aber auch Schiffsinstandhaltung wie polieren, schleifen und lackieren. Alle 10 Tage hatte man Galleyduty, half also bei Kochen und Abwaschen. Jeden Tag hat eine Wache die Toiletten geputzt, sonntags war Großputz und Kabinenaufräumen. Duschen alle drei Tage, Wäsche waschen einmal die Woche.

Unser Schiff, die Pelican of London, ist ein Dreimaster und unseres Wissens nach das einzige Schiff, das die Rahsegel (nur) am Großmast hat. Inspiriert ist diese Takelage von marokkanischen Piratenschiffen; erbaut wurde die Pelican 1948 ursprünglich als arktischer Schleppnetzfischer. Sie wurde dann umgebaut und umbenannt und 1993 in Finnland beim Vodka-Schmuggel erwischt. Der Besitzer kam ins Gefängnis, das Schiff in den Verkauf. Bis 2007 wurde sie dann in das heutige Segelschiff umgebaut.

Genug allgemeine Informationen - zur Route und meiner Reise!