Ahoi! Heute möchte ich euch mit nach Nigeria nehmen - leider nur virtuell. Wer mal ein wenig aufmerksamer bezüglich des Settings von Büchern ist, dem wird schnell auffallen, dass der Großteil der Geschichten in den USA oder in Großbritannien bzw. allgemein europäischen Ländern spielt. Auch wenn ihr mal runterscrollt und euch meine Labels anschaut (ich label Rezensionen auch immer mit den Handlungsorten), wird das deutlich. Durch die Beliebtheit von Adaptionen der Geschichten aus 1001 Nacht erweitert sich das Ortsspektrum momentan ein wenig. Aber nennt mir doch mal spontan ein Fantasybuch, das in Tadschikistan spielt. Oder eine Contemporary Lovestory in Laos.
Und Bücher, die in einem afrikanischen Land spielen, haben oft diesen exotische Flair, dieses "guckt mal, wie anders die da sind". Stereotype werden dann bedient. Armut, Safari, Elefanten. Umso begrüßenswerter sind
own-voice-Erzählungen; Autoren, die von ihrem Hintergrund erzählen. Das ist der Fall bei dem bald auf Deutsch erscheinendem
Children of Blood and Bone - Goldener Zorn, dessen Setting von Tomi Adeyemis nigerianischer Herkunft geprägt ist. Das habe ich mir zum Anlass genommen, Atlas und Lexikon für euch zu wälzen, um euch ein wenig über dieses westafrikanische Land zu erzählen!
Viele Begriffe und Orte, die einem im Buch begegnen, gibt es in echt auch - sowohl Ibadan, als auch Lagos existieren, oder auch der Jollof Reis und Dashikis. Und der Name des Landes - Orisha. So werden die Götter in der Religion der Yoruba, einer Ethnie der etwa jeder Fünfte im Südwesten Nigerias angehört, bezeichnet. Auch das Ashé kommt nicht nur im Buch vor - für die Yoruba stellt es die universelle Lebensenergie dar. Da die Geschichte jedoch im Fantasygenre anzusiedeln, entspricht einiges natürlich der Fiktion. Daher nun zu den Fakten.